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Neuseeland-Krimi: Verschollen in der Poison Bay

Verschollen in der Poison Bay

 

Belinda Pollard

 

 

 

Ich habe mich gefreut, dass ich „Verschollen in der Poison Bay“ von Belinda Pollard lesen durfte. Was zunächst nach einem unspektakulären Neuseeland-Buch klingt, entwickelt sich zu einer rasanten Story, die mit Spannung und unerwarteten Wendungen aufwartet.

 

 

 

Genre: Krimi

 

Seitenzahl: 302

 

 

 

Inhalt:

 

„Die Maori nennen diesen Ort Ata Whenua – das Land der Schatten.“Fernsehreporterin Callie Brown ist ein Stadtmensch mit einer Vorliebe für guten Kaffee. Dennoch lässt sie sich darauf ein, mit einer Gruppe alter Freunde durch die unwirtliche Wildnis von Neuseeland zu wandern, in der Hoffnung, über eine zerbrochene Beziehung hinwegzukommen. Was sie nicht weiß: Jemand hat es auf sie alle abgesehen. Verloren in einer der entlegensten und rauesten Gegenden Neuseelands und nicht nur den Elementen ausgeliefert, setzt der Überlebenstrieb bei den Wanderern ein. Jeder von ihnen trägt seit zehn Jahren sein eigenes Geheimnis mit sich. Callie muss sich entscheiden, wem sie vertrauen kann, damit sie nicht die Nächste ist, die stirbt ...

 

 

 

Charaktere und Meinung:

 

Ein unwirtliches Land, Wind, Wildnis und Wasser – das ist die Poison Bay in Neuseeland. Von den Einheimischen als „Land der Schatten“ gefürchtet und von Fremden meist unbekannt. Doch Callie Brown, Fernsehreporterin und notorische Kaffeetrinkerin, verschlägt es mit ihren alten Bekannten an diesen rauen Ort. Als Stadtmensch hält sie eigentlich wenig vom „Ruf der Wildnis“, aber was tut man nicht alles, um über eine Beziehung hinwegzukommen?

 

„Verschollen in der Poison Bay“ ist eine sehr interessante Mischung aus einem Krimi und einem Abenteuerroman, den für die „Verschollenen“ wird der zunächst lustige Trip zum Spiel auf Leben und Tod. Wer kann wem vertrauen? Welches Motive treiben den Täter an? Die einstigen Freunde haben sich seit zehn Jahren nicht gesehen (und augenscheinlich auch nicht vermisst) – eine lange Zeit, um Geheimnisse zu hüten und Intrigen zu spinnen.

 

Ich empfand die Geschichte jedenfalls als sehr spannend und rasant erzählt. Callie war mir als Hauptfigur sympathisch und wurde – durch die verschiedenen Erzählperspektiven – aus mehreren Blickwinkeln vorgestellt. Dabei bekommt man als Leser bereits einen guten Eindruck, wie die einzelnen Personen ticken. Neben dem Handlungsstrang in der rauen Wildnis (übrigens sehr gut beschrieben, sodass man wirklich Lust bekommt, die Koffer zu packen), erhalten wir Einblick in die Ermittlungsarbeit von Peter. Der soll herausfinden, warum die Gruppe nicht am vereinbarten Tag wieder in der Zivilisation ankam und was in der Poison Bay geschehen ist.

 

 

 

Empfehlung:

 

Ich war sehr überrascht, wie gut und schnell sich das Buch durchlesen lässt. Immerhin hält die Spannung den Leser in Atem und man möchte endlich die Aufklärung, was nun in der Poison Bay geschah. Die unterschiedlichen Perspektiven bringen einem den Figuren sehr nah und man kann ihre Motive durchaus nachvollziehen. Zudem ist die Beschreibung der Landschaft wirklich grandios. Vielleicht stören den ein oder anderen die kleinen Längen im Buch, ich kann es aber sehr empfehlen und vergebe

 

 

 

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