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Auftakt der Trilogie: Der Teufelsfürst

Der Teufelsfürst

 

Silvia Stolzenburg

 

 

 

Vlad Dracul – vielen besser bekannt als Dracula – ist meiner Meinung nach eine der interessantesten Persönlichkeiten der Geschichte. Daher war es für mich ein Muss, das Buch „Der Teufelsfürst“ von Silvia Stolzenburg zu lesen und ich habe mich sehr gefreut, dass der Verlag mir ein Rezi-Exemplar bewilligt hat. Im Buch geht es um die historische Figur (nicht dass jemand Bram Stokers Graf Dracula erwartet) und trotzdem kommen schaurige Momente nicht zu kurz.

 

 

 

Genre: Historischer Roman

 

Seitenzahl: 400

 

 

 

Inhalt:

 

Die politischen Entwicklungen Mitte des 15. Jahrhunderts zwingen den Fürsten der Walachei, Vlad Dracul II., sich dem Herrscher des Osmanischen Reiches zu unterwerfen. Er überlässt Sultan Murad II. seine beiden jüngeren Söhne als Faustpfand. Am Hof in Edirne werden der sechzehnjährige Vlad und sein elfjähriger Bruder Radu zum Opfer von Folter und Missbrauch. Doch die Misshandlungen können den Stolz des Älteren nicht brechen. Während Radu sich in sein Schicksal ergibt, kämpft Vlad erbittert um seine Freiheit. Als Mitglied des Drachenordens darf er seinen Glauben nicht verraten. Der Wunsch nach Rache für all die Demütigungen steigert seinen Überlebenswillen.

Zur gleichen Zeit wird die junge Zehra von Katzenstein in Ulm der Hexerei und des Mordes an ihrem Vater angeklagt. Falsche Zeugen beschwören ihre Täterschaft. Das Gericht verurteilt Zehra und verhängt eine lebenslängliche Verbannungsstrafe über sie. Mittellos, verzweifelt und ohne Schutz muss sie ihre Heimatstadt verlassen und sich den Gefahren stellen, welche vor den Toren der Stadt lauern. Trotz der Strafandrohungen des Gerichts macht sich ihr Bruder Utz kurz nach der Verbannung auf die Suche nach seiner Schwester. Doch Zehra ist wie vom Erdboden verschwunden.

 

 

 

Charaktere und Meinung:

 

Bevor ich den Roman angefangen habe, habe ich im Internet schon ein paar Rezensionen gelesen und bin mehrfach auf Meinungen gestoßen, die das Buch als „sehr grausam“ schildern. Vielleicht bin ich da etwas weniger zartbesaitet, aber ich finde, die Autorin hat die perfekte Mischung aus Historie, Liebesgeschichte und realistischer Grausamkeit gefunden. Folterungen waren zur damaligen Zeit an der Tagesordnung und dienen in der Geschichte nicht als Effektschocker, sondern untermalen lediglich den historischen Kontext. Wer allerdings einen schwachen Magen hat, sollte die Stellen vielleicht besser überfliegen ;)

 

Positive Aspekte des Buches sind definitiv der sehr angenehme Schreibstil sowie der anhaltende Spannungsbogen, den die Autorin schafft. Wir erhalten Einblick in die Jugendjahre des späteren Grafen Vlad Draculs. Dadurch erschließen sich so einige Verhaltensweisen des heute als Teufelsfürsten bekannten Adligen. Zudem gibt es einen weiteren Handlungsstrang, der sich um Zehra, eine vermeintliche Hexe dreht. Durch diesen Handlungswechsel bleibt das Buch immer spannend und der Leser lernt die Bandbreite der damaligen Gesellschaftsordnung kennen.

 

 

 

Empfehlung:

 

Wer historisch interessiert ist, für den ist „Der Teufelsfürst“ sicher ein Lesevergnügen. Ich kann das Buch nur wärmstens weiterempfehlen und vergebe sehr gern

 

 

 

Fünf von Fünf Literaturia-Sternchen

 

 

 

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