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Fantasy mit Biss: Maleficus - Schwarzes Blut

Maleficus – Schwarzes Blut

 

Melanie Vogltanz

 

 

 

Ich habe mich sehr gefreut, dass ich das Buch bei Netgalley als Rezi-Exemplar bekommen habe. Die Mischung aus Historischem Roman und Fantasy ist eine besondere Leseatmosphäre zu Eigen. Neben Spannung und Abwechslung bietet Melanie Vogltanz interessante, Charaktere, die man gern weiter erforschen möchte. Insofern ist das Buch ein gelungener Auftakt für eine düster-spannende Trilogie.

 

 

 

Genre: Fantasy

 

Seitenzahl: 480

 

 

 

Inhalt:

 

Wien 1365: Elyssandria kämpft gegen untote Kreaturen, die Strigoi genannt werden. Sie sind stets hungrig nach Menschenblut, praktisch unverwundbar - und sie vermehren sich rasend schnell. Der schwer zu erringende Sieg über die übermenschlichen Gegner rückt in weite Ferne, als Elyssa selbst von einer Kreatur der Finsternis mit dem schwarzen Blut der Unsterblichkeit infiziert wird. Zwar steigen ihre körperlichen Kräfte und ihre Geschicklichkeit nach der Verwandlung ins Unermessliche, aber zugleich erwacht auch eine dunkle, gierige Seite in ihr, der ihr schwacher menschlicher Geist nichts entgegenzusetzen hat. Mehr und mehr wird sie selbst zur größten Bedrohung für ihre ahnungslosen Begleiter. Kann Elyssa den Kampf gegen die Bestie in sich gewinnen? Eine blutige Tour de Force nimmt ihren Lauf.

 

 

 

Charaktere und Meinung:

 

Das Vampir- und Werwolf-Thema stellt natürlich keine Neuheit dar und auch bei „Maleficus – Schwarzes Blut“ begegnet uns die klassische Konstellation aus Mythenwesen, die sich untereinander nicht wirklich leiden können. Dafür punktet das Buch meiner Meinung nach mit einer angenehmen Düsternis, die der Geschichte einen besonderen Touch verleiht. Denn statt sexy Blutsaugern und glitzernden Traummännern begegnen uns richtig schön fiese Vampire.

 

Mit diesen muss sich die Protagonistin des Buches, Elyssandria, messen. Bei ihr handelt es sich um eine taffe Frau, die sich nichts gefallen lässt und ihren Weg geht. Kein schwaches Weibchen, aber auch keine borschikose Amazone. Vielmehr eine angenehme Mischung aus beidem. Im Wien des Jahres 1365 trifft sie durch ihre Art oftmals auf Unverständnis. Dennoch möchte sie gar nicht ins damalige Frauenbild passen und versucht, den Kontakt zu ihren Mitmenschen auf das Nötigste zu beschränken. Dadurch bleibt viel Zeit, um sich mit einem Schwert in der Hand zu amüsieren. Im Buch bekommt der Schwertkampf eine besondere Rolle, um sich lästige Vampire vom Leib zu halten.

 

Die anderen Charaktere, beispielsweise der Dominikaner Stephanus, sind ebenfalls gut gezeichnet und wecken daher Interesse. Aber mein Highlight im Buch war definitiv die Verwandlung der erbitterten Vampirjägerin in – wer hätte es gedacht – einen Vampir. Okay, auch Vampir jagt Vampir ist im Fantasybereich keine bahnbrechende Neuigkeit. Dennoch schafft es die Autorin, den Leser zu fesseln. Ihr Buch erweist sich als wahrer Pageturner und macht rast praktisch durchs Geschehen. Allerdings gab es auch Stellen, die sich meiner Meinung nach sehr langgezogen anfühlten.

 

Der Schreibstil ist an sich gut zu lesen und weist Humor und Witz auf. Allerdings hat er mir nicht zu 100 Prozent gefallen, obwohl ich gar nicht richtig benennen kann, woran es liegt. Vielleicht waren es die häufigen Wortwiederholungen oder die übertriebenen Formulierungen, die mir bitter aufgestoßen sind. Speziell letztere haben meinen Lesegenuss doch etwas getrübt.

 

 

 

Empfehlung:

 

Wer Vampir-Fantasy mag, gern mit den Werwölfen heult und eine starke Prota gut findet, dem kann dieses Buch nur empfohlen werden. Auch im Bereich der Romantasy gibt’s hier genügend Anhaltspunkte, beispielsweise eine komplizierte Dreiecksbeziehung, Eifersüchteleien und Gefühlschaos. Von mir bekommt das Buch eine Leseempfehlung, jedoch Punktabzug durch den Schreibstil, der mich leider nicht komplett begeistern konnte.

 

 

 

Vier von Fünf Literaturia-Sternchen

 

 

 

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