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Fantasytastisch: Küsse niemals einen Kobold

Küsse niemals einen Kobold

 

Myra Frost

 

 

 

Bei „Küsse niemals einen Kobold“ haben mich Cover und Klappentext neugierig gemacht, also musste ich das eBook einfach haben. Und es hat mich nicht enttäuscht. Myra Frost entführt uns in die spannende Welt einer Archäologin, die plötzlich an einen Kobold gefesselt ist. Lustig-locker-leichte Lektüre für den Fantasyfan!

 

 

 

Genre: Fantasy

 

 

 

Inhalt:

 

Archäologin Alys Walker scheucht bei einer Ausgrabung in der Türkei versehentlich den Kobold Elfric in seiner Höhle auf. Bedingt durch den Körperkontakt, ist er seitdem an sie gebunden. Er verliebt sich unsterblich in Alys und lässt nichts unversucht, um die aufkeimende Beziehung zu ihrem Arbeitskollegen Shane Morgan zu boykottieren. Zunächst sind Elfrics Streiche harmlos. Eines Tages jedoch, als Alys sich mit Shane auf dem Gipfel der Glückseligkeit wähnt, geht er zu weit.

 

 

 

Charaktere und Meinung:

 

„Küsse niemals einen Kobold“ ist eine lockere und lustige Geschichte, deren Sprachstil fluffig-leicht dahinfließt und zum Lesen einlädt. Myra Frost hat das Talent, Situationen mit Witz und Humor zu schildern, ohne dabei platt zu wirken. Die Handlung entwickelt sich rasant, aber nicht überstürzt und die Protagonisten sind einfach nur liebenswert. Besonders gefallen hat mir Alys, die ein bisschen tollpatschig durchs Leben geht und damit eine sehr sympathische Hauptperson abgibt. Ungewollt zerstört sie die Höhle eines Kobolds und berührt diesen – ein fataler Fehler, denn der kleine Quälgeist bleibt von nun an immer an ihrer Seite.

 

Und wenn das noch nicht schlimm genug wäre, Elfric – so der Name des Kobolds – verliebt sich in Alys und sieht deren attraktiven Kollegen Shane als Konkurrenz an. Infolgedessen ist Shane das Lieblingsopfer für Elfrics Streiche. Zunächst sind diese harmlos, aber als Alys sich immer mehr zu ihrem Traummann hingezogen fühlt, fährt ihr 40 Zentimeter großer Verehrer aus der Sagenwelt schwere Geschütze auf.

 

Ich mochte die Dynamik zwischen den drei Hauptpersonen sehr und musste mir mehr als einfach das Lachen verbeißen. Elfric ist nicht auf den Mund gefallen und würzt jede Situationen mit seinem Koboldcharme. Dabei offenbart er allerdings nicht nur liebe Seiten, denn er hat es faustdick hinter den Ohren.

 

Allerdings bleibt Myra Frost nicht beim kunterbunt-komödiantischen Stil. Immer wieder mischen sich traurige und nachdenkliche Frequenzen in die Geschichte. Diese sind zwar ebenfalls gut beschrieben und wecken definitiv Gefühle, allerdings empfand ich sie als Disharmonie zum lustigen „Der-Kobold-der-mich-liebte“-Thema. Das ist aber Meckern auf hohem Niveau, denn im Großen und Ganzen ist das Buch ein sehr gelungenes Lesevergnügen.

 

 

 

Empfehlung:

 

Die ganze Idee mit Elfric und seinem „Kampf“ mit Shane ist einfach süß und macht Spaß. Zudem ist der Schreibstil der Autorin angenehm zu lesen. Bis auf meinen winzigen Kritikpunkt gibt’s von mir eine dicke, mit Koboldküssen bedeckte Leseempfehlung und stolze

 

 

 

Fünf von Fünf Literaturia-Sternchen

 

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