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Rezi: Deine Küsse schmecken wie frische Erdbeeren

Deine Küsse schmecken wie frische Erdbeeren

 

Verena Dahms

 

 

 

Zunächst möchte ich mich bei Verena Dahms dafür bedanken, dass sie mir ihr eBook als Rezi-Exemplar zur Verfügung gestellt hat. Natürlich beeinträchtigt das nicht meine persönliche Meinung. Mit „Deine Küssen schmecken wie frische Erdbeeren“ ist der Autorin eine stimmungsvolle Geschichte im historischen Kontext gelungen.

 

 

 

Genre: Historischer Roman / Liebesroman

 

Seitenzahl: 231

 

 

 

Inhalt:

 

Ein herrschaftliches Weingut in der Dordogne im Südwesten von Frankreich kurz nach dem zweiten Weltkrieg.
Amélies innigster Wunsch ist es, Medizin zu studieren. Doch ihr Leben als Tochter eines Weingutbesitzers ist vorgezeichnet. Nach erbitterten Diskussionen mit ihren Eltern willigen diese endlich ein. Sie bekommt als eine der wenigen Frauen einen Studienplatz an der Universität in Bordeaux. Mit einem Doktortitel kehrt sie zurück und übernimmt eine Landarztpraxis.
Auf einem Weinfest begegnet ihr Alexandre, ein Erntehelfer. Sie fühlt sich von seiner Unbekümmertheit angezogen, er bewundert ihre Intelligenz. Trotz sozialer Unterschiede kommen sie einander näher. Es entwickelt sich eine Liebe, die nicht sein darf. Alexandre verschwindet aus Amélies Leben, ohne dass sie ihn jemals vergessen kann. Jahre später begegnen sie sich erneut ...

Ein Roman über eine selbstständige Frau, die sich den gesellschaftlichen Zwängen der damaligen Zeit widersetzt.

 

 

 

Charaktere und Meinung:

 

Ich äußere mich eigentlich nicht so gern zu Covern (ein Buch soll man ja nicht nach seinem Umschlag beurteilen), aber ich finde es bei „Deine Küsse schmecken wie frische Erdbeeren“ so schön. Schrift und Bild harmonieren einfach sehr gut zusammen und haben diesen romantischen Vintage-Hauch. So, genug geschwärmt, jetzt kommen wir zu den harten Fakten ;)

 

Amélie ist die Hauptfigur der gesamten Geschichte und erzählt diese aus der Ich-Perspektive. Dadurch bekommt der Leser einen guten Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt. Für einen historischen Liebesroman ist diese Erzählstruktur gut gewählt. Die taffe junge Frau weiß bereits früh, was sie will: ihr Glück als Ärztin versuchen. Damit durchbricht sie die damals gängigen Konventionen und muss gegen Vorurteile und Misstrauen ankämpfen.

 

Verena Dahms hat es auch geschafft, die anderen Charaktere bild- und glaubhaft darzustellen, allen voran: Alexandre. Dieser verdient sich auf dem Weingut von Amélies Familie als Erntehelfer. Wie und was sich zwischen den beiden entwickelt, möchte ich natürlich nicht vorwegnehmen.

 

Was mir gefallen hat, war die Authentizität der Geschichte. Amélie hat kein leichtes Leben, erfährt sie doch von ihren Eltern kaum Unterstützung bei ihrem großen Traum. Sie muss sich durchkämpfen und kommt auch mit Leid und Schicksalsschlägen in Berührung. Auch Alexandre erfährt einen Zwiespalt. Einerseits sehnt er sich nach Freiheit, andererseits nach Amélie. Das gibt dem Buch den nötigen Spannungsbogen und macht Lust auf mehr. Der Schreibstil lässt sich gut lesen, obwohl ich ihn teilweise recht sachlich fand. Aber das ist natürlich Ansichtssache.

 

 

 

Empfehlung:

 

„Deine Küsse schmecken wie frische Erdbeeren“ ist mehr als ein reiner Liebesroman. Eine kleine Zeitreise ins Frankreich kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Wer gern über starke Frauen und ihr Schicksal liest, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt. Persönlich hat es mir gut gefallen. Für mich war es eher ein sanft dahingleitendes Lesevergnügen, kein reißender Strom. Dieser letzte Suchtfaktor hat mir ein bisschen gefehlt. Dennoch gibt’s von mir gute

 

 

 

Vier von Fünf Literaturia-Sternchen

 

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