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Wer küsst denn da Frösche? Interview mit Konstanze Harlan

Prinzessin Literaturia:

 

Heute kündigt sich wieder Besuch im Buchland an! Ohne langes Gequake begrüße ich die Autorin von „Wer den Frosch küsst“ – Konstanze Harlan! Hi Konstanze und schön, dass du da bist!

 

 

 

Konstanze:

 

Vielen Dank! Ich freue mich, dabei sein zu dürfen!

 

 

 

Prinzessin Literaturia:

 

Mir hat es wirklich Spaß gemacht, dein Buch zu lesen. Ein bisschen war es, wie eine Soap Opera zu gucken. Und apropos Fernsehen – du sagst am Ende des Buches, dass einige Situationen deiner persönlichen Erfahrung entstammen. Heißt das, du hast eine schauspielerische Vergangenheit?

 

 

 

Konstanze:

 

Ich fürchte, dass ich schon immer eine Rampensau war. Schon im Kindergarten habe ich dramatische Szenen zum Besten gegeben. Davon erzählt man mir peinlicherweise heute noch! – Aber im Ernst: Von Beruf aus bin ich Opernregisseurin, habe selbst auch gelegentlich auf der Bühne gestanden und auf diese Weise natürlich viel mit Schauspielern zu tun gehabt. Außerdem habe ich während meines Studiums kleine Rollen in Fernsehfilmen übernommen.

 

 

 

Prinzessin Literaturia:

 

Der eigentliche Grund, warum deine Hauptfigur Konstanze es wieder mit der Schauspielerei versucht, ist ihr Freund Karsten. Das ist ja wirklich ein netter Kerl. Gibt es für ihn ein Vorbild oder entspringt er komplett deiner Fantasie?

 

 

 

Konstanze:

 

Karsten ist für mich die gute Fee, die jeder von uns in seinem Leben gebrauchen kann. Als Figur könnte man sagen, er ist so etwas wie die Essenz aus drei oder vier tollen Menschen, die ich kennenlernen durfte.

 

 

 

Prinzessin Literaturia:

 

„Wer den Frosch küsst“ kann sich über viele positive Bewertungen freuen. Planst du denn noch weitere Bücher, um an diesen Erfolg anzuknüpfen?

 

 

 

Konstanze:

 

Auf jeden Fall. Die positive Resonanz motiviert ungemein. Das I-Tüpfelchen war gerade die Nominierung für die Longlist des Deutschen Selfpublisher - Preises. Ich kann schon mal verraten, dass mein nächster Roman „Puccini zum Frühstück“ heißen wird. Wenn alles gut geht, erscheint er noch vor Weihnachten.

 

 

 

Prinzessin Literaturia:

 

Und um noch ein bisschen in deinem Privatleben zu schnüffeln. Musstest du denn auch schon den ein oder anderen Frosch küssen?

 

 

 

Konstanze:

 

Oh je, erinnere mich nicht daran! Wusstest du, dass die meisten Frösche gar nicht geküsst werden wollen? Man kann diese glitschigen kleinen Dinger kaum festhalten. Undankbar, wie sie sind, springen sie einem sofort wieder aus der Hand. Ich weiß noch genau, wie meine beste Freundin und ich es eisern, aber furchtbar erfolglos versucht haben. Da waren wir vielleicht sechs oder sieben und große Fans von tschechischen Märchenfilmen.

 

 

 

Prinzessin Literaturia:

 

Verrückt, als ich fünf war, habe ich dasselbe probiert und damit wahrscheinlich dem armen Frosch ein Trauma fürs Leben verpasst XD Da du Liebeskomödien schreibst, hoffe ich, die Frage ist dir nicht zu indiskret. Aber ist dir denn in der Liebe schon mal etwas wirklich Komisches passiert? Vielleicht ein echt schräges Date, das dich zu einer Geschichte inspiriert hat?

 

 

 

Konstanze:

 

Also, da könnte ich so Einiges erzählen. Zum Beispiel über meinen ersten Versuch beim Online-Dating.

 

Der Chat war vielversprechend, der Typ sah süß aus und ich brauchte dringend einen Tapetenwechsel. Also habe ich mich spontan verabredet. Treffpunkt Bahnhof Altona, Blumenladen am Ausgang. Sicherheitshalber war ich überpünktlich und habe mich halb hinter einem Buchsbaum platziert, um ihn in Ruhe in Augenschein zu nehmen. Doch er tauchte nicht auf. Als er eine geschlagene halbe Stunde zu spät war, wollte ich schon erbost nach Hause gehen. Bei einem letzten Blick zurück habe ich ihn dann doch noch erkannt. Er stand genau am Treffpunkt, an einem Ständer für gebundene Sträuße, und war schon vor mir da gewesen. Aber weil er mir original nur bis zur Brust ging, habe ich ihn gar nicht wahrgenommen. Das man(n) nämlich erstmal schaffen. Ich bin schließlich auch bloß 1,65 m groß!

 

 

 

Prinzessin Literaturia:

 

Hihi, das klingt echt lustig. Aber damit sind wir auch schon am Ende angelangt. Vielen lieben Dank für deine Zeit, liebe Konstanze.

 

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