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Zwischen Realität und Fantasie: Alexander bricht aus

Alexander bricht aus

 

Barbara Bellmann

 

 

 

Als allererstes ein großes Dankeschön an Barbara Bellmann, die mir ihr Buch als Rezi-Exemplar zur Verfügung gestellt hat. Das hat keinen Einfluss auf meine persönliche Meinung. Ich finde „Alexander bricht aus“ eine interessante Lektüre, die man auf jeden Fall weiterempfehlen kann.

 

 

 

Genre: Roman 

 

Seitenzahl: 160

 

 

 

Erster Eindruck:

 

Eigentlich bin ich kein Fan davon, über Cover zu urteilen. Von wegen „Das Buch nicht nach dem Einband beurteilen“ – aber hier hat es mich leider doch etwas gestört. Ich finde das Schattenbild nicht aussagekräftig genug und in Kombination mit dem Titel hat es mich an ein Fahndungsbild erinnert. Vielleicht kennt der ein oder andere von euch ja noch diese Comic-Krimis, in denen der unbekannte Täter als Schatten dargestellt wurde… Okay, ich schweife ab. Meine Meinung zum Cover möchte ich hier nur mitteilen, die wirkt sich aber nicht auf die letztendliche Bewertung meinerseits aus.

 

 

 

Inhalt:

 

Dr. Alexander Breitner ist erfolgreicher Oberarzt in Berlin. Doch von einem Tag auf den anderen ändert sich sein gesamtes Leben, denn er erfährt nicht nur, dass er eine uneheliche Tochter hat, sondern wird zudem von seinem Freund Jürgen erpresst und gezwungen, dessen Arztpraxis in Zinnowitz zu übernehmen. In Zinnowitz angekommen, überschlagen sich die Ereignisse, Realität und Fantasie fließen ineinander...

 

 

 

Charaktere und Meinung:

 

Zu Beginn hatte ich meine Probleme, in die Geschichte hineinzufinden. Zwar war die Beschreibung des Praxisalltags ganz interessant, hat mich jedoch nicht gefesselt. Aber immerhin half diese Anlaufphase, mich mit dem Schreibstil der beiden Autorinnen anzufreunden. Dieser wirkt sehr trocken und passt daher perfekt zur Geschichte. Leider entsprach er nicht so ganz meinem Geschmack. Trotzdem hat mir gerade diese beinah schon sachliche Ausdrucksweise ab und an ein Schmunzeln entlockt. Im ersten Teil des Buches kamen häufiger Stellen vor, die für mich schon in den Slapstick-Humor hineingingen. Bei einigen war ich mir nicht sicher, ob es beabsichtigt war, aber das macht meiner Meinung den Charme der Geschichte aus.

 

Positiv fand ich die Entwicklung von Alexander, die der Leser emotional miterleben kann. Das geregelte, vorhersehbare Leben des Oberarztes nimmt bereits mit dem Auftreten des Assistenten Felix Fahrt auf. Über den hätte ich mir mehr Hintergrundinformationen gewünscht. Obwohl die Autorinnen viele Szenen sehr detailreich beschreiben, habe ich mich doch immer nur als Beobachter – nicht als Teil der Geschichte – gefühlt. Mit anderen Worten: ich konnte das Buch auch mal zur Seite legen und habe nicht sofort Entzugserscheinungen bekommen. Das mag man positiv oder negativ finden.

 

Wirklich interessant fand ich das für mich unvorhersehbare Ende. Das möchte ich euch natürlich nicht spoilern. Nur so viel – mein Lieblingscharakter Felix bekommt auch sein Happy End.

 

 

 

Empfehlung:

 

Zusammengefasst ließ sich das Buch ganz gut lesen und ich habe mich unterhalten gefühlt. Die kleinen Schönheitsfehler beruhen ausschließlich auf meiner persönlichen Meinung. Dennoch bekommt Alexander von mir:

 

 

 

Vier von Fünf Literaturia-Sternchen

 

 

 

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