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Autoreninterview: Katharina Olbert

Interview mit Katharina Olbert

 

 

 

Heute wird es im Buchland wieder kuschelig, denn ich bin nicht allein. Katharina Olbert gesellt sich zu mir hinter die Buchdeckel und ich freue mich sehr, dass du es geschafft hast. Mach es dir ruhig bequem… ups, schnell noch den Bücherstapel wegräumen, dann passen wir auch beide in meine gemütliche Quatsch- und Laberecke :)

 

Also, ich bin immer noch ganz baff von deinem Buch und musste mir beim Lesen an mehreren Stellen die Tränen verdrücken – okay, ich geb´s zu, einmal habe ich wirklich geheult. Du schreibst sehr emotional und über ein Thema, das zu Herzen geht. Da stellt sich natürlich die Frage, warum du dich gerade für diese intensive Thematik entschieden hast.

 

 

Hallo und vielen Dank für die Einladung in deine bequeme Quatsch- und Laberecke :)

 

Erstmal freue ich mich sehr, dass die Emotionen bei dir angekommen sind <3 Wegen der Thematik: Ich habe mich für sie entschieden, weil sie mir nicht unbekannt ist und ich mich aufgrund dessen seit Langem damit beschäftige. Leider wird dem Thema heutzutage noch mit viel Unverständnis begegnet und ich wollte nicht nur, dass man es besser versteht, sondern auch nachempfinden kann.

 

 

Louisa ist trotz ihrer Angst eine starke Persönlichkeit, die mich fasziniert hat. Gibt es für sie ein reales Vorbild?

 

 

Ich glaube, unbewusst ist viel von mir in Lou hineingeflossen, aber ein reales Vorbild gibt es nicht. Ich wollte eine Protagonistin schaffen, mit der sich nicht nur viele identifizieren können, sondern auch durch ihren Weg und ihre Stärke mit all dem umzugehen motiviert fühlen.

 

 

Zu meinen Lieblingscharakteren in deinem Buch zählten natürlich Zack und Mia. Die volle Punktzahl in Sachen Antipathie erhalten dagegen Lena und Tina. Als Autorin hast du die beiden natürlich so gemein angelegt, aber im wahren Leben – hättest du das Bedürfnis, Louisa zu verteidigen?

 

 

Im wahren Leben hätte ich die beiden am liebsten weggeboxt :D

 

Die Realität sieht allerdings nicht anders aus. Ich denke, nicht nur Angstpatienten kennen solche Leute. Fast jeder hat schon mal den ein oder anderen Spruch an den Kopf geknallt bekommen. Gerade zu Schulzeiten.

 

 

Gibt es Stellen in deinem Buch, die du nachträglich gern verändert oder vielleicht neu eingebaut hättest?

 

 

Im Nachhinein würde ich alles ändern ^^ Ich bin eine von denen, die 1000 Mal alles überarbeitet und es immer noch nicht genug findet. Wenn ich mich nicht selbst stoppen würde, gäbe es bestimmt nie eine fertige Geschichte von mir.

 

 

Ich empfand deine Geschichte auch als Ansporn, jeden Augenblick zu genießen und bewusst zu erleben. Gibt es denn etwas, dass du noch nicht machen konntest, weil du vielleicht Angst hattest? Bei mir wäre es definitiv Fallschirmspringen :)

 

 

Fallschirmspringen ist bestimmt mega, aber auch meine Angst würde mir da im Wege stehen. Ich würde gerne mal Amerika bereisen, aber meine Flugangst hielt mich bisher davon ab. Ich hoffe, ich kann sie irgendwann überwinden. 

 

 

Ich habe die Idee mit der To-Do-Liste geliebt. Ein bisschen „PS. Ich liebe dich“ neu interpretiert. Jetzt interessiert mich natürlich, ob du selbst auch so eine Liste hast und was da so draufstehen könnte.

 

 

Schriftlich gibt es so eine Liste nicht, aber definitiv in meinem Kopf. An oberster Stelle stand bis vor Kurzem: Ein Buch veröffentlichen.  Das konnte ich jetzt abharken. Obwohl eigentlich nicht so ganz. Denn ich möchte, dass noch ganz viele Romane folgen.

 

Ansonsten steht da noch sowas wie Jetski fahren, am Strand entlang reiten, Länder wie England und Schottland bereisen und ein Haus bauen (und darin mein eigenes Schreibzimmer).

 

 

In vielen Interviews kommen ja irgendwann die Standardfragen „Warum schreibst du?“, „Woher bekommst du deine Ideen“ – du darfst darauf natürlich gern antworten, aber mir brennt noch eine andere Frage auf der Seele: „Was planst du in der Zukunft?“

 

 

Weitere Romane zu veröffentlichen J Das nächste Projekt bekommt gerade seinen Feinschliff, bevor es auf Verlagssuche gehen darf. Ein anderes Manuskript liegt in der Rohfassung in meiner digitalen Schublade und wartet auf die Überarbeitung sowie auf seine Fortsetzung.

 

 

Liebe, Katharina, vielen Dank, dass ich dich löchern durfte. 

 

 

Ich danke dir für das tolle Interview J

 

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