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Mysterious Game: Ein Spiel - Fünf Leben

Mysterious Game: Ein Spiel – Fünf Leben

 

Bianka Mertes

 

 

 

Erst einmal richte ich meinen Dank an die Autorin Bianka Mertes, die mir ihr eBook als Rezi-Exemplar zur Verfügung gestellt hat. Das beeinträchtigt natürlich nicht meine persönliche Meinung. Als ich das Cover sowie den Klappentext gesehen habe, wollte ich „Mysterious Game“ unbedingt lesen. Mir hatte eine Art „Tribute von Panem“ vorgeschwebt. Letztendlich habe ich das Buch als längere Kurzgeschichte wahrgenommen. Die Idee dahinter ist sehr spannend, die Umsetzung hat Luft nach oben.

 

 

 

Genre: Fantasy

 

Seitenzahl: 137

 

 

 

Inhalt:

 

Mila erhält einen mysteriösen Brief. Auf dem Umschlag steht in goldenen Buchstaben ›Mysterious Game‹. In dem Anschreiben wird weder ein Treffpunkt, noch eine Uhrzeit genannt. Sie hält es für einen Scherz und wirft die Einladung weg.
Plötzlich findet sie sich mit der Einladung in einem dunklen, verstaubten Zimmer wieder. Ein Zimmer ohne Fenster und ohne Tür, nur mit einer neuen Anweisung.
Herzlich willkommen bei ›Mysterious Game‹.

 

Charaktere und Meinung:

 

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich bei „Mysterious Game“ eine bestimmte Erwartungshaltung hatte. Daher war ich sehr überrascht, wie sich die Geschichte entwickelte. Aber beginnen wir beim Anfang. Ohne ersichtlichen Grund bekommt Mila, über die wir leider recht wenig erfahren, eine Einladung zu einem mysteriösen Spiel, in dem es angeblich um Leben und Tod geht. Sie legt diese zur Seite und denkt nicht weiter darüber nach – bis sie mutterseelenallein in einem düsteren Kellerraum aufwacht. Laut der Spielregeln stehen ihr dort vier andere Jugendliche zur Seite, um schwierige Aufgaben zu lösen. Angeblich gibt es weitere Teams, die sich ebenfalls dieser Herausforderung stellen müssen.

 

Ich finde dieses Setting interessant, hätte mir aber definitiv mehr Informationen – über die Jugendlichen, den Keller und vor allem den Game Master – gewünscht. Im ganzen Buch bleibt die Identität des Game Masters verschleiert und auch den Grund, warum ausgerechnet diese Jugendlichen ausgewählt wurden, erfahren wir nicht. Obwohl die Autorin bewusst verschiedene Charaktertypen einbaute. Neben der schüchternen Schlauen gibt es den Frauenhelden, den Spaßvogel, die Zicke und Mila. Diese soll anscheinend die Rolle der Anführerin übernehmen, blieb für mich aber insgesamt etwas konturlos. Ihre vier Mitstreiter scheinen Stereotypen zu entsprechen und sollen letztendlich versinnbildlichen, dass jeder Mensch anders und auf seine Art besonders ist.

 

Daher fand ich die Idee mit den Spielen, die die Jugendlichen zum Zusammenhalt zwingen, recht interessant. Allerdings hat es mir hier wieder an Länge gefehlt. Es geht alles sehr schnell und die Spieler finden sich auch recht rasch mit ihrer Situation ab. Innerhalb kurzer Zeit finden sie heraus, dass sie vor ihrer „Entführung“ etwas tranken und sie darum im Keller gelandet sind. Hier war die Idee meiner Meinung nach nicht ausgereift. Wir erfahren nie, wie der Game Master die Getränke manipulierte, warum er es tat und wie er die bewusstlosen Jugendlichen nach deren Einschlafen aus den Häusern bringen konnte. Hier wäre es wahrscheinlich sinnvoller gewesen, das Rätsel komplett ungelöst zu lassen.

 

Von der Grundidee ist „Mysterious Game“ eine nette Geschichte, die sich vorwiegend für eine jüngere Zielgruppe eignet. Eine zarte Liebelei zwischendurch, Hindernisspiele und verschiedene Temperamente, die aufeinanderknallen – klingt doch ein bisschen wie Schule, oder?

 

 

 

Empfehlung:

 

Trotz kleiner Rechtschreib- und Kommafehlerchen finde ich die Geschichte für Kinder und Jugendliche ganz empfehlenswert. Daher bekommt sie von mir

 

 

 

Vier von Fünf Literaturia-Sternchen

 

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