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Selection: Casting auf dem Märchenschloss

Selection

 

Kiera Cass

 

 

 

Von „Selection“ habe ich über verschiedene Kanäle erfahren und nur Positives über die Reihe gehört. Das schürt natürlich die Neugier und die Erwartungen. Zwar konnte die Geschichte diese nicht komplett erfüllen, trotzdem war es eine nette Unterhaltung für zwischendurch.

 

 

 

Genre: Romantasy

 

Seitenzahl: 365

 

 

 

Inhalt:

 

Die Chance deines Lebens? 35 perfekte Mädchen und eine von ihnen wird erwählt. Sie wird Prinz Maxon, den Thronfolger des Staates Illeá, heiraten. Für die hübsche America Singer ist das die Chance, aus einer niedrigen Kaste in die oberste Schicht der Gesellschaft aufzusteigen und damit ihre Familie aus der Armut zu befreien. Doch zu welchem Preis? Will sie vor den Augen des ganzen Landes mit den anderen Mädchen um die Gunst eines Prinzen konkurrieren, den sie gar nicht begehrt? Und will sie auf Aspen verzichten, ihre heimliche große Liebe?

 

 

 

Charaktere und Meinung:

 

Bei den Charakteren mochte ich America und Aspen. America ist selbstlos und wünscht sich nichts mehr, als ihren Lieben das Leben zu erleichtern. Dafür kämpft sie auch um den Thronfolger Maxon. Anfangs wurde sie sehr unsicher dargestellt, im Verlauf der Geschichte wandelt sie sich zu einer starken und selbstbewussten Frau, die sich nicht für ihre Herkunft schämt. Diese Wandlung war sehr authentisch und hat mir America auch wirklich sympathisch gemacht.

 

 

Aspen mochte ich bereits bei seinem ersten Auftritt, auch wenn seine plötzliche Trennung von America mir persönlich etwas komisch vorkam. Hier hat es meiner Meinung nach so gewirkt, als wolle die Autorin ihre Protagonisten so schnell wie möglich zur potenziellen Kandidatin für den Prinzen machen. Der kam mir übrigens nicht wie ein Traumprinz vor. Maxon ist zwar charmant und gutaussehend, aber scheinbar auch mit vielen Dingen überfordert. In mehreren Situationen benimmt er sich regelrecht weltfremd und seine Suche nach einer Braut führte nicht dazu, dass er mir sympathischer wurde. Vorwiegend sein Unvermögen, ehrliche Gefühle und Trug auseinanderzuhalten haben mich mitunter zum Verzweifeln gebracht.

 

 

Insgesamt liest sich das Buch sehr flüssig – aber die Geschichte hat mich leider nicht fesseln können. Für alle Leserinnen, die gern Prinzessin sein möchten, ist „Selection“ wahrscheinlich eine zauberhafte Reise ins Märchenschloss. Mich persönlich hat die Auswahl ein wenig an „Die Tribute von Panem“ erinnert. Das eigentliche Casting wirkte dagegen wie „Der Bachelor – Royal Edition“. Ich konnte mit der ganzen Grundsituation leider nichts anfangen. Zudem fand ich, der Fokus wurde zu stark auf die Benimmregeln im Schloss, die Kleider und die kleinen Dramen unter den Damen gelegt. Persönlich hätten mich die Motive der Rebellen und das Leben in den unteren Kasten (die mich ebenfalls an „Die Tribute von Panem“ erinnert haben) mehr interessiert.

 

 

 

Empfehlung:

 

An sich ist „Selection“ eine gute Idee und der Schreibstil der Autorin gefällt mir ebenfalls. Allerdings konnte ich mit dem Prinzessinnen-Casting wenig anfangen, weshalb ich die Reihe auch nicht weiterverfolgen werde. Da es aber viele positive Aspekte gab, bekommt das Buch trotzdem

 

 

 

Vier von Fünf Literaturia-Sternchen

 

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