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Rezi: Kassandra - Botin der Liebe

Kassandra – Botin der Liebe

 

Barbara Wallner

 

 

 

Zunächst möchte ich Barbara Wallner und dem Verlag tredition® für das kostenfreie Rezi-Exemplar danken. Natürlich beeinflusst dies nicht meine persönliche Meinung.

 

 

 

Genre: Spiritueller Frauenroman

 

Seitenzahl: 192

 

 

 

Erster Eindruck:

 

„Kassandra – Botin der Liebe“ hat mir zunächst aufgrund des Covers gefallen. Dadurch bekommt das Buch einen spirituellen Hauch. Dieser zieht sich durch die gesamte Geschichte.

 

 

 

Inhalt:

 

Der Fortsetzungsband zu Kassandra - Eine Reise in die Neue Welt.
Kassandras Reise geht weiter. Sie verspürt den intensiven Drang, die tausende Jahre alten Höhlenmalereien von Narwala Gabarnmung aufzusuchen. Trotz Schwangerschaft bricht sie zu diesem Abenteuer auf. Eine überraschende Fügung bringt sie mit Aborigines Frauen zusammen, welche sie in ihre Gruppe aufnehmen. Auf uralten Pfaden der Eingeborenen wandelnd, beginnt Kassandra eine Wanderung, die sie an ihre eigenen Grenzen bringt. Hin und hergerissen zwischen ihrer Sorge um ihr ungeborenes Kind und dem Gefühl inniger Gemeinschaft zu den seelenverwandten Aborigines Frauen, beschreitet Kassandra ihren ganz eigenen Traumpfad. Sie muss sich ihrer Vergangenheit stellen.

 

 

 

Charaktere und Meinung:

 

Bei „Kassandra – Botin der Liebe“ fällt mir eine abschließende Meinung nicht ganz so leicht. Die Geschichte an sich finde ich schön erdacht. Ich mag Bücher, in denen Sinnfindung, Familiengeschichte und Spiritualität eine Rolle spielen.

 

Was mich allerdings etwas gestört hat, waren der Schreibstil sowie die Kommasetzung, die an manchen Stellen leider schief gelaufen ist. Viele Leser wird das vermutlich nicht stören, aber für gehört dieser Punkt zu den dicken Minuspunkten, weil ich im Geiste immer die Kommata korrigiert habe und das Lesevergnügen dadurch leiden musste. Auch der Schreibstil an sich konnte mich nicht wirklich überzeugen. Die Autorin arbeitet viel mit der indirekten Rede, sodass die gesamte Geschichte wie nacherzählt wirkt.

 

Den Figuren fehlt an vielen Stellen die Aktivität, die mich als Leser in die Geschichte hineinzieht. Mir hätte es besser gefallen, wäre Barbara Wallner noch mehr auf die Gefühle und Gedanken ihrer Protagonisten eingegangen.

 

Ein wenig hat mich auch die gelegentliche Raffung des Buches gestört. In Gesprächen gehen die Figuren an einigen Stellen nicht aufeinander ein. Als Beispiel fällt mir Sirenas Besuch in einem Café ein. Sie beklagt sich bei einer Kellnerin über ihre Angst, keine gute Mutter zu sein. Dabei bombardiert sie diese und den Leser mit einer starken Informationsfülle in Monologform. Das ging mir persönlich zu schnell. Aber die langen Sätze gehören wohl zum Schreibstil der Autorin.

 

Bei den Charakteren fand ich persönlich Yannis und Sirena interessant – was vorwiegend an Sirenas dunkler Vergangenheit liegt. Leider konnte ich den ersten Teil der Geschichte nicht lesen, trotzdem konnte ich Sirenas Wandlung gut nachvollziehen.

 

 

 

Empfehlung:

 

„Kassandra – Botin der Liebe“ konnte mich leider nicht restlos begeistern. Obwohl mir die Geschichte an sich gut gefallen hat, hatte ich mit der Durchführung zu kämpfen. Ich gebe gern zu, dass ich bei Büchern seeehr anspruchsvoll bin und mich gelegentlich an Dingen (Kommasetzung) störe, die anderen Lesern vielleicht nicht negativ aufstoßen. Da ich aber das Thema ganz interessant fand, bekommt das Buch dennoch

 

 

 

Dreieinhalb von Fünf Literaturia-Sternchen

 

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