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Dark Prince: Gefährliches Spiel

Dark Prince: Gefährliches Spiel

 

J. S. Wonda

 

 

 

Oh. My. Godness. Ich habe mir das Buch „Dark Prince“ aufgrund einer Buchempfehlung bestellt.

 

 

 

Düsterer Klappentext. Dunkel-romantisches Cover. Und eine packende Leseprobe. Interessiert?

 

 

 

Der Klappentext – obwohl sehr spärlich – weckte Lust auf mehr. Die Buchbeschreibung sorgte für einen wässrigen Mund. Und das Cover sprach das hungrige Leserauge an. Kurz gesagt: alles an dem 376 Seiten starken Dark-Romance-Roman sah zum Anbeißen aus.

 

Kaum hatte ich das Buch bestellt, wurde ich schwach und las mir die Kundenrezensionen bei Amazon durch. Aus Gewohnheit immer zuerst die Schlechteste, um gleich aufs Schlimmste gefasst zu sein. Hier hagelte es Kritik. Kurze Sätze. Gossensprache. Nicht nachvollziehbare Handlung. Eine Leserin erklärte sogar, sie musste das Buch mittendrin abbrechen.

 

Okay, das trübte meine Freude schon ein bisschen. Aber man bleibt ja unvoreingenommen. Am nächsten Tag traf endlich die ersehnte Buchsendung ein und was soll ich sagen: Ich habe „Dark Prince“ innerhalb von sechs Stunden verschlungen. Sobald ich die erste Seite gelesen hatte, war ich diesem Buch verfallen. Da durfte auch nichts stören. Also Handy aus, PC aus und den Freund vor die Schlafzimmertür verbannt. Während des Lesens durchlebte ich eine Welt widerstreitender Gefühle. Diese Mischung aus heißkalten Emotionen macht diese düstere Romanze zu einer explosiven Mischung. Manchmal wollte ich vor Wut mit den Zähnen knirschen und den Dark Prince am liebsten schütteln. Manchmal wollte ich Florence fragen, warum sie ihn so faszinierend fand. Und manchmal musste ich aufgrund ihrer großen Klappe fast laut loslachen.

 

Das zu meinen ersten Eindrücken. Jetzt erstmal zum Inhalt: In „Dark Prince“ geht es tatsächlich um den Dark Prince – einen Namen, den Hauptcharakter Florence mit Recht als verschroben bezeichnet. Alec, wie Seine Majestät heißt, leitet den bekanntesten und verruchtesten Club in London, das „Black Butterfly“. Dabei mischt er in allerhand dubiosen Geschäften mit.

 

Kein Wunder also, dass Florence ihn zum ersten Mal in der Wohnung ihres Ex-Freundes, eines Dealers, trifft. Hier wollte sie das Kokain, das sie im Zimmer ihres Bruders fand, loswerden. Denn obwohl Florence mit ihrer Familie in einem der schlimmsten Ghettos Londons wohnt, will sie mit Verbrechen nichts am Hut haben.

 

Allerdings lässt ihr der Dark Prince keine Wahl und lädt sie kurzerhand in eine Welt aus Gefahr, Düsternis und Intrigen ein. Obwohl Florence Angst verspürt, verfällt sie seinem geheimnisvollen, dunklen Charme. Dabei ist Seine Majestät nicht nur arrogant, sondern zuweilen auch unausstehlich. Auch sein Diener, der gefährliche Davies, übt eine nie gekannte Faszination auf sie aus. Dabei ist er nicht nur dominant, sondern auch noch rassistisch und gnadenlos. Immer wieder spürt sie die Härte beider Männer und kommt doch nicht von ihnen los.

 

Und so geht es auch dem Leser. Gefangen in einem Strudel aus Erotik, Misstrauen und Anziehungskraft. So viele Emotionen, dass es einem fast zu viel wird. Aber immer nur fast, denn noch viel intensiver ist die Spannung, die einfach zum Weiterlesen zwingt.

 

Meine Meinung:

 

 

„Dark Prince“ ist ein Buch für dunkle Genießer, die diese Art der Romantik verstehen und lieben gelernt haben. Wer auf Blümchensex und Streicheleinheiten wartet, wird bitterlich enttäuscht und vielleicht sogar schockiert sein. Für mich ist das Buch ein grandioser Auftakt zu einer Reihe, die Gefahr, Kriminalität und das englische Königshaus miteinander verbindet.

 

Besonders gefallen mir übrigens die Märchenadaptionen am Anfang jedes Kapitals. Zusammen mit dem Cover verleihen sie dem Roman eine düstere und gleichzeitig edle Optik, die einfach zum Zugreifen und Reinlesen reizt.

 

Wer auf dunkle Verführung und Suchtgefahr steht, kommt hier ganz sicher auf seine Kosten. Ich habe jedenfalls gleich die ganze Reihe bestellt…

 

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